
Zuerst klären, welches Produkt du hast
Wähle Zitronengras, das als Lebensmittel angeboten wird. Prüfe, ob du frische Stängel, Blätter für einen Aufguss oder eine Mischung mit weiteren Zutaten gekauft hast. Ersetze es nicht durch Ziergras oder ein ähnlich benanntes Duftprodukt. Produktbezeichnung und Verwendungszweck helfen mehr als ein Vergleich mit einem Foto im Internet.
Die RHS beschreibt die unteren Stängel als Küchenzutat und die härteren oberen Blätter als geeignet für einen Aufguss. Daraus folgt nicht, dass alle Teile gleich vorbereitet werden. Bewahre die Anleitung deines Produkts auf. Das Foto dieses Artikels zeigt einen von Zitronengras und Ananas inspirierten Aufguss; Mengen und vollständiges Rezept lassen sich daraus nicht ableiten.
Frische Stängel auf einem stabilen Brett vorbereiten
Wasche die Hände und lege ein sauberes Brett und Messer bereit. Spüle die frische Zutat unter fließendem Wasser ab, entferne Schmutz und harte äußere Schichten. Schneide den Stängel auf dem Brett und halte ihn dabei nicht frei in der Luft. Gehe mit langen Blättern vorsichtig um: Laut RHS können ihre Ränder scharf sein.
Der Stängel ist faserig. Die University of Wisconsin beschreibt, dass er angedrückt, in Flüssigkeit erhitzt und vor dem Servieren entfernt wird. Verwendest du ein Getränkerezept mit frischen Stängeln, bereite sie entsprechend vor und lasse die Stücke so groß, dass sie leicht herausgenommen werden können. Feines Hacken ist nicht für jeden Aufguss erforderlich.
Blätter und Trockenware auf das Sieb abstimmen
Wähle für lange Blätter ein Gefäß, in das sie passen, ohne über den Rand zu hängen. Alternativ schneidest du sie mit einer sauberen Küchenschere passend zur Zubereitung. Stopfe sie nicht in ein zu kleines Teesieb. Prüfe bei fein geschnittener Ware vor dem Aufgießen die Maschen: Fallen trockene Stückchen mühelos hindurch, können sie auch später in der Tasse landen.
Wenn du durch Umgießen abseihen möchtest, stelle ein zweites sauberes Gefäß und ein feines Sieb bereit. Lass genügend Platz, damit du das Gefäß sicher anheben und ausgießen kannst, ohne mit den Händen in den Dampf zu geraten. Menge, Wassertemperatur und Dauer richten sich nach der Produktanleitung oder einem geeigneten Rezept. Übertrage die Kochzeit einer Suppe nicht auf einen Blattaufguss.
Abseihen und die nächste Portion verbessern
Trenne nach der Zubereitung Stängel oder Blätter vom Getränk. Sind noch faserige Stücke enthalten, gieße es durch ein feineres Sieb in ein sauberes Gefäß. Warte auf eine angenehme Trinktemperatur. Beurteile Geschmack und Handhabung getrennt: Ein Aufguss kann gut schmecken, obwohl das Abseihen umständlich war. Daraus ergeben sich unterschiedliche Änderungen.
Notiere Produktform, Gefäß, Filter und Zubereitung. Passt der Geschmack, aber das Abseihen nicht, ändere zunächst Sieb oder Stückgröße, statt sämtliche Zutaten auszutauschen. Probiere Zusätze wie Ananas oder Zitrone separat aus, um ihre Wirkung auf den Geschmack zu beurteilen. Der zitronige Duft von Zitronengras bedeutet nicht, dass Zitrone zugesetzt wurde.
Häufige Fragen
Muss man die Zitronengrasstücke im Aufguss mitessen?
Nein. Bei dieser Verwendung aromatisiert die Zutat die Flüssigkeit; feste Stängel und Blätter werden vor dem Trinken entfernt. Kleine Partikel sind kein Grund, größere faserige Stücke mitzuschlucken. Verwende bei Bedarf ein feineres Sieb.
Lassen sich frische Stängel und getrocknete Blätter löffelweise austauschen?
Gehe nicht von einer solchen Umrechnung aus. Pflanzenteil, Wassergehalt und Schnittgröße unterscheiden sich. Nutze eine Anleitung für die vorhandene Form. Notiere beim Produktwechsel die neue Methode, statt das Ergebnis als Wiederholung derselben Portion zu behandeln.
Wissen für Botanik und Küche. Keine Bestätigung der Essbarkeit gefundener Pflanzen und keine Therapieempfehlung.
RHS: Zitronengras anbauen und ernten
University of Wisconsin–Madison Extension: Zitronengras in der Küche
