
1. Suche nach Tee in der Mischung
Grüner, schwarzer, weißer und Oolong-Tee stammen von Camellia sinensis. Laut NCCIH enthält Tee Koffein, während Kräuteraufgüsse aus anderen Pflanzen hergestellt werden. Eine beispielhafte Mischung „Minze mit grünem Tee“ muss deshalb anders geprüft werden als ein Produkt, dessen Zutatenliste ausschließlich Minze nennt.
Lies die gesamte Liste, nicht nur den größten Schriftzug. Markiere Teebezeichnungen und unbekannte Zutaten, die du klären möchtest. Die FDA nennt auch Yerba Mate und Guarana als koffeinhaltige Zutaten. Zusätzliche Blüten oder Früchte machen die übrigen Bestandteile nicht bedeutungslos; notiere die genaue Sorte und den Hersteller.
2. Unterscheide entkoffeiniert und koffeinfrei
Decaf bezeichnet ein Produkt, dem der größte Teil des Koffeins entzogen wurde; vollständige Koffeinfreiheit folgt daraus nicht automatisch. Die FDA unterscheidet solche Produkte von Getränken, die von Natur aus kein Koffein enthalten. Bewahre beim Übersetzen ausländischer Etiketten den Originalwortlaut neben deiner Notiz auf, damit diese Unterscheidung erhalten bleibt.
Halte beim Vergleich zweier Packungen Zutaten und Herstellerangabe getrennt fest. Schreibe nicht „0 mg“, wenn die Packung diesen Wert nicht nennt. Eine fehlende Zahl bedeutet fehlende Information und kein bestätigtes Nullergebnis. Ist die genaue Menge für deine Wahl entscheidend, frage den Hersteller nach dieser konkreten Sorte.
3. Lies die Zahl zusammen mit der Einheit
Nennt der Hersteller eine Koffeinmenge, prüfe den Bezug: trockenes Produkt, 100 ml Getränk oder eine zubereitete Portion. Vergleiche solche Werte nur auf gemeinsamer Grundlage. Notiere auch die Portionsgröße und Zubereitung, auf die sich die Angabe bezieht. Ohne diesen Zusammenhang ist eine einzelne Zahl wenig aussagekräftig.
Laut FDA kann die tatsächliche Menge von Anbau, Verarbeitung und Zubereitung abhängen. Leite keinen exakten Wert aus Farbe, Bitterkeit oder einer allgemeinen Tabelle für einen anderen Tee ab. Eine private Notiz dokumentiert die Verpackung und deine Zubereitung; sie ersetzt keine Messung im Labor.
4. Lege eine kurze Produktkarte an
Fünf Felder genügen: Name und Sorte; vollständige Zutaten; Aussage zum Koffein; Menge samt Einheit, falls vorhanden; Quelle und Datum der Information. Fotos beider Packungsseiten helfen später, ähnliche Mischungen auseinanderzuhalten. Prüfe beim Produktwechsel alles erneut, statt die vorige Karte einfach zu kopieren.
Vergleiche beim Einkauf dieselben Felder zweier Produkte. Lasse fehlende Angaben offen und notiere eine Frage an den Hersteller. Der Napar-Atlas hilft beim Ordnen von Pflanzennamen; der Ratgeber zum Etikettenlesen ergänzt weitere Verpackungsangaben. Ein Eintrag im Atlas bestätigt nicht, dass eine Mischung koffeinfrei ist.
Häufige Fragen
Reicht die Bezeichnung „Kräuter“, um eine Mischung als koffeinfrei einzuordnen?
Nein. Prüfe die vollständigen Zutaten und Angaben zum konkreten Produkt, besonders wenn die Mischung auch Tee oder andere Koffeinquellen enthält.
Darf ich null eintragen, wenn der Hersteller keine Menge nennt?
Nein. Vermerke die Menge als nicht angegeben. Fehlende Information und ein bestätigter Nullwert sind unterschiedliche Dinge.
Wissen für Botanik und Küche. Keine Bestätigung der Essbarkeit gefundener Pflanzen und keine Therapieempfehlung.



